Charleston
Melanie & Mario

Charleston mit Melanie und Mario Die Geschichte des Charleston. Beim Charleston handelt es sich ursprünglich um eine Jazz-Melodie aus dem Broadway-Negromusical "Running Wild", die ab 1923 um die Welt ging und auch in Deutschland eine Lawine auslöste. Durch geschickte Vermarktung wurden Tanzmode und Plattenverkauf gegenseitig in Schwung gebracht. So wurde auf den Plattenhüllen eine einheitliche Choreographie des neuen Modetanzes abgedruckt. Eine Tanzbeschreibung von 1925 führt an: "Der Torso zittert, dazu die Bewegungen der Hüften, Schenkel und Hinterbacken. Auch die Hände sind aktiv, sie berühren alle Teile des Körpers wie in Ekstase. Dazu kommen die abwechselnden X- und O-Beine, damit verbunden die nach außen und innen gedrehten Knie und Füße. DerCharleston mit Melanie und Mario Tänzer kann seinen Rücken beugen oder gar in Hockstellung gehen." Schnelligkeit der Bewegungen waren wegen der bis zu 148 Rhythmen pro Minute (normaler Tanz höchstens 80-78) notwendig. Mit den rudernden Arm- und Beinbewegungen wirkten die Tänzer daher wie Wettläufer. Die Fähigkeit zur isolierten Bewegung einzelner Körperteile, die auch bei diesem Tanz entscheidende Bedingung war, verweist als Grundprinzip aller schwarzer Tänze auf die afrikanischen Quellen des Charleston. Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929, als sich der Großteil der Bevölkerung die abendlichen Vergnügungen nicht mehr leisten konnte, verlor der Tanz seine Bedeutung.

Charleston mit Melanie und Mario Quelle:http://www.schellackplatten.de/Charleston.htm